Das Phönix-Lager

Pfadi Rohrdorf / Zackito

Voller Freude und Abenteuerlust starteten wir am 31.Juli 2017 unsere Reise zur Apollo 25, welche am schönen Nussbaumer See stationiert war. Die Teilnehmer waren hin und weg, als sie erfuhren dass wir eine Badestelle neben dem Lagerplatz haben. So gingen wir bereits am ersten Tag, unter fachmännischer Aufsicht unserer Rettungsschwimmer baden.

Der nächste Morgen war der 1.August, das Tagesprogramm beinhaltete viele Schweizer Traditionen. Es war ein schöner, warmer Tag. Beendet wurde der Tag mit einer Feuershow am Abend. Keiner dachte, dass diese Idylle ein baldiges Ende finden würde…

Aufgrund Unwetterwarnungen in der Gegend, verfolgten wir ständig das Wetterradar. Gegen 00:30 Entwarnung, wir beschlossen schlafen zu gehen, da das Unwetter auf dem Radar verschwand war...

Es war genau 02:45, da blieb eine unserer Uhren stehen. Die Superzelle erwischte uns mitten in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten von etwa 150-170km/h, starker Regen, dann Hagel. Alle schrien „bliibed im Zelt!“, „hebed Stange!“, „Öpper muen zu de Chind!“ Doch wir hörten uns nicht mehr, das Unwetter übertönte uns. Wir waren machtlos, mussten das Ende abwarten. Als sich der Sturm endlich etwas legte, waren alle Teilnehmer gottseidank bereits unversehrt in Sicherheit. Mit Hilfe der Vermieterin und deren Feriengäste evakuierten wir alle Teilnehmer sofort in unsere Notunterkunft.

Am nächsten Tag wurde das Ausmass sichtbar; Dachziegel bedeckten die Strassen, Bäume waren geknickten oder entwurzelt, unser Lagerplatz ist kurzerhand dem Boden gleichgemacht worden. Einzig die vier Stämme vom Panzer (Pfadizelt) und der Küche ragten noch krumm aus der Erde. Wir haben viel Materialschaden erlitten, sodass wir nicht wussten, ob dieses Lager noch zu retten war. Schlussendlich entschieden wir uns aber, das Lager nicht aufzugeben und alles wieder aufzubauen. Dank der Sonne, die uns an diesem Tag tatkräftig unterstützte, waren unsere Kleider am Abend grösstenteils wieder trocken. Noch am gleichen Tag waren die Teilnehmer wieder auf dem Platz und schlugen ihre Zelte mithilfe von Ersatzzelten wieder auf. Unser Lager erhob sich wie der Phönix aus der Asche, und wir konnten den Rest des Lagers geniessen.

Wir können stolz auf uns sein, den Sturm so gut überstanden zu haben, sind uns jedoch auch bewusst, dass wir viel Glück hatten! Doch keiner wollte nach so kurzer Zeit wieder nach Hause, wir lassen uns nicht vom Wetter unterkriegen!

 

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